
Bei Lǐ Bái sind so viele verschiedene Namensvarianten im Umlauf, wie bei kaum einem anderen chinesischen Dichter: Sein voller Name lautet in Pinyin-Umschrift Lǐ Tài Bái (李太白). Der Vorname Tàibái (太白, „Morgenstern“) deutet auf einen Traum, den die Mutter vor der Geburt gehabt haben soll. Er wird heute meist zu Bái (白, „weiß“) verkürzt. Im Westen hat sich hierfür auch die Schreibvariante Bó etabliert. Die Schreibweisen Pó und Pái deuten auf die ältere Wade-Giles-Umschrift hin. Durch Kombination von Varianten entsteht die berühmte Version Li Tai Po, in der der Dichter Ende des 19. Jahrhunderts erstmals in Europa bekannt geworden ist.
Daneben ist Lǐ Bái auch unter dem Beinamen Shīxiān (詩仙) bekannt, was „Dichtender Unsterblicher“ bedeutet.




